Das Theater

1999 gründeten wir, Gerald Karrer, Bele Turba und Christian von der Au, das ValentinKarlstadt Theater. Es entstand eine professionelles Theater, das sich der Werke Karl Valentins und Liesl Karlstadts annahm. Wir spielen seither die klassischen Stücke wie "Der Theaterbesuch", "Der Firmling", oder "Die Orchesterprobe", aber auch unbekanntere Stücke wie "Der Wilddieb", "Ritter Unkenstein"oder "Die Raubritter vor München". Die meist kurzen Einakter wurden vom ValentinKarlstadt Theater und dem Autor Karl-Heinz Hummel zu abendfüllenden bayerischen Shows ausgebaut. Die Stücke sind lebendig, modern und kabarettistisch, einfach valentinesk. Unsere Inszenierungen sind teilweise originalgetreu, aber auch wild und ausgelassen mit viel Musik und Slapsticks, grotesk, komisch und absurd.

Spielstätte im Hofbräukeller

Von Oktober 2000 bis Mai 2008 spielten wir immer Freitags und Samstags für insgesamt ca. 35.000 Zuschauer in den Katakomben des Hofbräukellers. Nach acht Jahren erfolgreichem Schaffen im zweiten Untergeschoß des Traditionsgasthauses, sind wir nun aus dem Keller gekommen um hier an der Oberfläche weiter zu arbeiten.

Gastspiele  

Die Schließung des festen Spielortes in München im Mai 2008 bedeutete aber nicht das Aus für das ValentinKarlstadt Theater. Wir gehen weiterhin mit unseren Stücken auf Gastpielreisen. "Die Orchesterprobe" beispielsweise in der Inszenierung von Ioan Toma, produziert von der Firma München Musik, wurde zum Hit, mit dem AZ Stern der Woche geehrt und mit vielen hervorragenden Kritiken bedacht. Nach der Uraufführung im Prinzregententheater im Februar 2006 tourt die Produktion durch Städte Bayerns und Baden-Württembergs, aber auch nach Bozen, Winterthur, Worms, Göppingen, Ludwighafen - gespielt wird jeweils in großen Häusern. Das ebenso mit der Firma München Musik produzierte Stück "Buchbinder Wanninger in Bayerisch Hollywood" hatte seine Premiere 2007 und seit 2010 sind wir mit dem Stück: "Valentins Theaterbesuch" unterwegs.

Zu Karl Valentin und Liesl Karlstadt

Karl Valentin wurde als Valentin Ludwig Fey am 4. Juni 1882 in München geboren. 1911 lernte er seine spätere Bühnenpartnerin Elisabeth Wellano kennen, die 1892 ebenfalls in München geboren wurde. Karl Valentin verpasste ihr den Künstlernamen Liesl Karlstadt. Die beiden genialen Volkschauspieler feierten vorallem zwischen den beiden Weltkriegen große Erfolge, vorallem in München aber auch in Wien und in Berlin. Am Rosenmontag im Jahr 1948 stirbt Karl Valentin an einer verschleppten Lungenentzündung. Liesl Karlstadt arbeitet weiter als Schauspielerin am Theater, im Rundfunk und im Fernsehen. Sie stirbt am 27. Juli 1960.

Karl Valentin und seine kongeniale Partnerin Liesl Karlstadt schauten den Leuten aufs Maul und haben deshalb an Aktualität nichts verloren. In den theateralischen Figuren spiegeln sich die "kleinen Leute" wieder: Das Ehepaar im Einakter "Der Theaterbesuch"; oder die beiden Elektrotechniker in "Der verhexte Scheinwerfer"; sind Typen, denen man heutzutage genauso begengnet, wie in den 20er Jahren, in denen diese literarisch entstanden sind. Und deshalb lachen die Leute heute noch genauso herzhaft über diese eigensinnigen Menschen, wie vor 75 Jahren. Karl Valentin und Liesl Karstadts Stücke sind ebenso hintergründig wie humorvoll, so interessant wie unterhaltsam, und für ein breites Publikum sehenswert.